"Ich würde gerne einmal eine Banane spielen"
Angeblich erwarten Sie den Oscar für Ihre Leistung - haben Sie die Rede bereits fertig?
Brand: Diese Oscar-Geschichte verfolgt mich überall, ständig höre ich davon - für mich ist dieser Oscar schon wie Tinnitus. Aber ganz ernsthaft: Ich erwarte für diese Rolle keinen Oscar, das habe ich nur so im Spaß gesagt - für Comedy-Rollen gibt es schließlich selten Oscars.
Wie groß sind Ähnlichkeiten zwischen Russell Brand und dem Rockstar, den Sie spielen?
Brand: Oberflächlich gesehen gibt es natürlich Gemeinsamkeiten: Der Rockstar war drogenabhängig und ich war es auch. Er ist ein narzisstischer, selbstzerstörerischer Angeber, was mir von manchen ebenfalls nachgesagt wird. Aber diese Ähnlichkeiten sind oberflächlich. Unser Erbgut ist zu 30 Prozent identisch mit einer Banane, zu 60 Prozent mit Regenwürmern und zu 98 Prozent mit Schimpansen. Damit sind Unterschiede zwischen menschlichen Individuen für mich irrelevant. Die eigentliche Herausforderung für einen Schauspieler läge darin, eine Banane zu spielen - das würde mir gefallen.
Welche realen Rockstars haben Sie für die Rolle studiert?
Brand: Zum einen Jim Morrison - weil er schon tot ist, war er jedoch keine große Hilfe. Zum anderen studierte ich meinen Freund Pete Doherty, der sehr charismatisch ist und dessen Selbstbewusstsein überaus attraktiv wirkt.
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